Gemobbt, weil er einen Bindestrich im Namen hat!
Gemobbt, weil er einen Bindestrich im Namen hat!
Unglaublich, bei einem Antimobbingtraining in einer Klasse 5 war dass die vordergründige Erklärung, warum ein Schüler und zwei Mitläufer ihn zum Opfer wählten und immer wieder fertig machten und herabfällig "Bindestrich" zu ihm sagten.
Der 10 jährige Junge, der wegen seines Namens gemobbt wurde, litt sehr darunter und hatte schon negative Gefühle in Bezug auf die Schule entwickelt.
Eine eigene Dynamik war in der Klasse vorzufinden...
Das Mobbingthema war seid kurzem offen in der Klasse und die Klasse stellte sich geschlossen gegen die drei Täter.
Die Täter kamen somit selbst in eine Außenseiterposition und verstanden es nicht.
Obwohl sie beteuerten aufhören zu wollen und das Mobbing einzustellen, nutzten sie doch jede Situation, um das Opfer mit dem Namen "Bindestrich" fertig zu machen.
Interessanterweise gibt es hier bei dem Haupttäter eigene Beweggründe, warum er mobbt. Er hat sadistische Anteile und vermutlich eine Störung des Sozialverhaltens. Denn der Drang immer wieder den anderen Jungen fertig zu machen und vorzuführen war sehr stark. Er brauchte nur einen Grund. Und wenn man keinen Grund findet, konstruiert man eben einen.
Sadistsiche Anteile: Die Lust andere zu quälen. Bei dem Haupttäter war es sehr deutlich, dass er genau dies verspürte und deswegen immer wieder mobbte. Es gibt Kinder und Jugendliche, die sehr ausgeprägte sadistische Anteile haben und deswegen immer wieder versuchen Macht über andere Menschen auszuüben. Da sie oft keinen Fehler bei sich sehen, geht es darum, eine kognitive Empathie herzustellen und Grenzen aufzuzeigen wie auch Hilfsangebote, wie z.B. regelmäßige Gesprächsangebote zu unterbreiten. Denn in diesem Fall hatte der Täter eine Historie in Ärgern, Quälen und fertig machen. Und das seid der Grundschule. Leider findet das Thema sadistische Anteile bei Kindern und Jugendlichen kaum Beachtung in der Pädagogik.
Doch die Schule nahm es Ernst und reagierte: Wöchentliche Gespräche mit dem Schulsozialarbeiter, die Empfehlung einer Diagnostik und psychologischen Anbindung, sowie ein Coolnesstraining, bei dem mit der Mobbingdynamik und der ganzen Klasse gearbeitet wurde, weil das Thema offen war. Ebenso setzte die Schule Grenzen in Form von Erziehung-und Ordnungsmaßnahmen und hatte regelmäßigen Kontakt zu den Eltern.
Ein multidimensionaler Ansatz, um Gewalt an der Schule zu stoppen.