"Fuck mich nicht ab..."

"Fuck mich nicht ab..."

solche Aussagen höre ich schon mal in Trainings für Gewaltprävention, Coolnesstrainings oder in klassischen Anti-Gewalt-Trainings von dem ein oder anderen Teilnehmer. Und zwar dann, wenn der Teilnehmer aus irgendeinem Grund an seine Grenze kommt und er es nicht anders benennen kann oder wenn er Statusspiele mit mir spielt und schauen will, wie weit er gehen kann.

 

Und ich freue mich, wenn so eine Reaktion kommt. Denn das zeigt mir, dass ich genau den Punkt vom Teilnehmer getroffen habe und hier will ich weiter arbeiten. 

 

Ich frage also: "Hey- was ist mit Dir los? Bist Du gerade genervt?"

Teilnehmer: "Boooaahhh JAAA Man!"

Ich: "Das ist super- genau da wollte ich hin. Das heißt ich habe Deinen Nerv getroffen und dass hat etwas mit Dir zu tun."

 

Alleine diese Aussage bringt viele aus dem Konzept, denn damit haben sie nicht gerechnet. Ebenso nicht damit, dass ich weiter frage und weiter mit dem Teilnehmer arbeite. Denn eigentlich wollen sie ja ihre Ruhe und wollen sich damit nicht weiter auseinander setzen.

 

Ihre Ruhe kriegen sie auch, wenn  für mich klar ist, ob hier gerade ein Statusspiel läuft und ich die Positionen und Rollen noch mal verdeutlicht habe.

Ihre Ruhe kriegen meine Teilnehmer auch, wenn klar ist um welches Bedürfnis es geht und wenn mein Teilnehmer eine Idee entwickelt hat, wie er zukünftig besser auf sich achten kann und frühzeitig seine Grenzen angemessen benennen kann.

Und hierfür kann ich super auch die Gruppe einbinden und mit der Gruppe und dem Teilnehmer Ideen entwickeln.

Dass ist dann gleichzeitig auch gruppendynamisches Arbeiten.

 

Hartnäckigkeit in Kombination mit Wertschätzung und "dran bleiben" zahlen sich besonders bei schwierigen Teilnehmern aus!

 

 

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