Eine Mobbingdynamik kann schnell hilflos machen

Wie schnell eine Situation entstehen kann, in der eine Person ausgegrenzt und in eine Außenseiterposition gerät, zeige ich anhand von Übungen in einem geschützten Raum. 

 

Solche Situationen können im richtigen Leben der Beginn einer Mobbingdynamik sein. Eine einzelne Situation wo so etwas erfahren und deutlich wird, ist jedoch noch kein Mobbing. 

 

Dennoch ist es wichtig Schülerinnen und Schülern zu verdeutlichen, dass schnell Situationen entstehen können, die eine Eigendynamik gewinnen und die auf Kosten von anderen Kindern und Jugendlichen gehen und die Betroffenen emotional verletzen. 

 

Ist solch eine Dynamik erstmal entstanden, und das geht je nach Gruppe innerhalb kürzester Zeit, ist es für die Kinder und Jugendlichen oft schwer einen Aussteig zu finden.

 

So sagten kürzlich mehrere SchülerInnen in einer inszenierten Übung in einem Training zum Thema Mobbing, dass sie sich hilflos gefühlt haben, nicht mehr wussten, was sie tun sollen. Durch Hilflosigkeit entsteht ein Wegsehen und ein Dulden, was die ganze Gruppendynamik aber noch weiter anfeuert.

 

Die SchülerInnen waren überrascht, wie schnell so eine Situation entstehen kann, die sie eigentlich gar nicht haben wollten.

 

Es ist wichtig Kinder und Jugendliche frühzeitig zu sensibilisieren und ihnen genau für solche Situationen Hilfen und Kompetenzen zur Verfügung zu stellen, damit sie einen Ausstieg finden können.

 

Eine Klasse verbringt mitunter viele Jahre miteinander. Es ist von elementarer Bedeutung, dass eine Gruppe im Großen und Ganzen, neben den altersgemäßen Konflikten, gut funktioniert und sich die Schüler aufgehoben fühlen.

Diese Erfahrung hat eine große Auswirkung auf den weiteren schulischen und beruflichen Erfolg und sollte nicht unterschätzt werden. 

Kinder, Jugendliche und Erwachsene verdienen es, in einer guten und gesunden Atmosphäre Lernen und Arbeiten zu dürfen.

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