Deeskalation: selbstbewusst und empathisch Grenzen setzen

Deeskalation kann auch bedeuten, selbstbewusst und emphatisch Grenzen zu setzen, wenn unser Gegenüber zum Bespiel ein zu forderndes Verhalten an den Tag legt oder falsche Erwartungen an die Helfer stellt.

 

Deeskalationsstrategien und Haltungen zur Deeskalation sind sehr vielfältig.

 

Deeskalation bedeutet aus meinem Verständnis heraus, dass eine aufgeladene Situation durch gezielte Interventionen step by step heruntergefahren wird und in einer Beruhigung mündet. Deeskalation bedeutet emphatisch und verstehend auf das Gegenüber einzugehen und aktiv zuzuhören, sowie gezielte Fragen zu stellen, um mehr über den Menschen und seine Aggression zu erfahren.

 

Deeskalation kann aber auch bedeuten, dass es Zeit ist eine angemessene Grenze zu setzen, weil unser Gegenüber zu viel von uns erwartet, fordernd oder zu ungeduldig ist. Dies hat viel mit Haltung und auch Methode zu tun. Wenig effektiv ist es selbst in den Stresskreislauf mit einzusteigen. Dies führt in der Regel eher zur Eskalation als zur Deeskalation.

 

Eine Teilnehmerin sagte zu mir nach einer Fortbildung: "Ich wusste nicht, dass ich so angemessen Grenzen setzen darf. Ich fühle mich erleichtert und verstanden."

 

Für ein effektives Deeskalationsmanagement gehört die Bereitschaft verstehend Grenzen zu setzen eben dazu. Das ist die Kunst.

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